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Streik im öffentlichen Dienst - es wird Zeit, dass Arbeitgeber sich bewegen

„Im Frühjahr noch als „Corona-Helden“ gefeiert, kommt jetzt die kalte Klatsche“, fass Christian Hendrichs die Beratungen zum aktuellen Streik von ver.di nach der Kreisvorstandssitzung DIE LINKE Vogelsberg zusammen. DIE LINKE unterstütze den Streik und sei befremdet, dass die Arbeitgeber, also die öffentliche Hand, nach 2 Verhandlungsrunden immer noch kein Angebot unterbreitet hätte.

Fachkräfte in den Kranken- Und Altenpflege aber auch in der Behindertenhilfe hätten besonders in der Coronakrise einen gefährlichen Job gut erledigt. Sie waren oft die einzigen Ansprechpersonen für die alten Menschen und für die Kranken sowie für behinderte Menschen. Hier wurde immense Mehrarbeit geleistet, die mit den kleinen Einmalzahlungen nicht abgegolten sind, sondern die sich in Lohnerhöhungen widerspiegeln müssen. Entsprechendes gilt für Kindergärtner*innen genauso.

„Schon heute wird immer wieder formuliert, dass für den Ausbau des ÖPNV nicht genügend Busfahrer*innen, Schaffner*innen oder Kontrolleure zu finden sind“ fasst Hendrichs die Situation zusammen. Eine Lohnerhöhung wäre daher das gebot der Stunde, um dieses Hindernis zur Verkehrswende abzuschaffen. Auch wenn derzeit die Fahrgastzahlen niedrig sind, so ist doch der Ausbau des ÖVNV ohne Alternative, wenn wir die Klimaziele in Deutschland schaffen wollen. Und nur wenn wir diese schnell erreichen, bleibt für unsere Kinder und Enkel eine lebenswerte Welt übrig.

Aber auch in anderen Branchen – besonders im Metall- und Autozuliefererbereich wird zu Recht gestreikt. Hier scheinen Firmen die Coronakrise ausnutzen wollen, um Standorte zu verlegen. Daher unterstützt DIE LINKE Vogelsberg ausdrücklich die Streikaktivitäten der Gewerkschaft in diesem Bereich. „Hier ist es wichtig, staatliche Förderungen an die Bedingung des Erhalts der hiesigen Standorte zu knüpfen“, fasst Christian Hendrichs zusammen.

Auch wenn aktuell im Vogelsbergkreis nicht gestreikt wird, so werden die Ergebnisse dieses Arbeitskampfes auch Auswirkungen auf den ÖPNV und die Versorgungslage im Pflege- und Erziehungsbereich hier haben. Deshalb sei die Unterstützung so wichtig.