Wirtschaftsplan 2012
08.02.2012:
Der Vorstand des Vogelsberger Abfallzweckverbandes rechnet sich arm und das hat Methode.
Fünf Millionen Euro Kosten hatte man für die Behandlung und Verwertung des Hausmülls in den Wirtschaftsplan 2010 hineingeschrieben. 2008 hatte man dafür real 2 957 837,71 Euro an Kosten zur Behandlung von rund 14 000 Tonnen Restmüll gehabt. Der Mehrbedarf von etwa zwei Millionen Euro gegenüber dem Ergebnis von 2008 hätte nichts mit einer Gebührenerhöhungen bei der Verwertung und Behandlung zu tun, so die Auskunft auf einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, auf der der Wirtschaftsplan beraten wurde.
Der Mehrbedarf sei notwendig, weil höheres Müllaufkommen prognostiziert worden ist. Rechnet man einfach nach, müsste der Vorstand mit etwa 20 000 bis 23 000 Tonnen rechnen, so die Kritik des Verbandsvertreters Michael Riese bereits im Juli 2010.\Es kam dann wie es kommen musste. Das Jahresergebnis 2010 weißt tatsächliche Kosten für die Behandlung des Restmülls von 1.747.791 ,77 Euro aus.
Diese immense Abweichung von der Planung hatte nun rein gar nichts mit der fleissigen Mülleinsparung der Vogelsberger zu tun. Man hatte von vorn herein zu hohe Müllmengen angenommen und so die finanzielle Belastung im Wirtschaftsplan hoch geschraubt.
Im Wirtschaftsplan 2012 findet man die gleiche Methode. Die Erlöse für Altpapier werden mit 240.000 Euro angenommen (120.000 Euro sind dem ZAV garantiert). 2010 hat man man tatsächlich 927.146,11 für Altpapier erlöst. Selbst wenn man einrechnet, dass aufgrund gesunkener Preise für Altpapier im letzten Jahr, das Ergebnis von 2010 nicht erreichbar ist, ist der Ansatz im Wirtschaftsplan tiefgestapelt.
Es bleibt der Eindruck: der Vorsitzende des Vorstandes Friedel Kopp möchte lieber aufschatzen als moderat und frühzeitig die Gebühren senken, so Riese abschließend.








