Es bedarf keiner Abstimmung über die Eilbedürftigkeit des Antrages "Kreiskrankenhaus: Zukunftsfähigkeit„ von Landrat Marx, das Thema stünde mit einem » Antrag der LINKEN sowieso auf der Tagesordnung der kommenden Kreistagssitzung erklärt Michael Riese, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Vogelsberger Kreistag.
"Krankenhausversorgung: kommunal, hochwertig, wohnortnah und regional vernetzt„ heißt der Antrag, in dem anknüpfend an die Beschlussfassung vom November 2009 festgehalten werden soll, dass die medizinischen und organisatorischen Vernetzungen der gesundheitlichen Einrichtungen in der Region verbessert werden sollen und das Kreiskrankenhaus als Vogelsberger kommunale Einrichtung weiter betrieben wird. notwendiger medizinischer Spezialisierung und Schwerpunktbildung sollen nach dem Wunsch der LINKEN alle Fachabteilungen im Kreiskrankenhaus erhalten werden.
Umstrukturierungsmaßnahmen und organisatorische Änderungen dürfen nicht weiter zu Lasten der Beschäftigten im Kreiskrankenhaus getroffen werden.Mögliche Ideen einer Privatisierung des Alsfelder Krankenhauses, wie sie von der FDP angestellt werden, lehnt die LINKE entschieden ab.
Die aktuelle Betriebsamkeit von Landrat Marx mag aus der Situation erklärbar sein, allerdings soll der Kreistag jetzt einen Auftrag erteilen, den er Ende 2009 schon erteilt hatte und zu dem der Kreisausschuss dem Kreistag bis heute keine erkennbaren Ergebnisse vorgelegt hat.
Nachfragen der LINKEN zum Stand der Dinge hat Landrat Marx beharrlich zurückgewiesen, weil dies seiner Auffassung nach alleinige Sache des Aufsichtsrats des Kreiskrankenhauses sei und Kommunalpolitik wie Öffentlichkeit nichts anginge.
Eine notwendige und wünschenswerte medizinische Kooperation von Krankenhauseinrichtungen muss nicht identisch sein mit den Partnern, mit denen eine betriebliche Fusion angestrebt wird, gibt Riese für die kommenden Diskussionen zu bedenken.
Für die zukünftige medizinische Versorgung der Vogelsberger und für den Erhalt der Arbeitsplätze im Alsfelder Krankenhaus ist eine Lösung in kommunaler Hand unabdingbar. Eine solche Lösung müssen die Vogelsberger Kreispolitiker auch bereit sein, finanziell abzusichern, so Riese abschließend.








