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Willi van Ooyen und Dietmar Schnell

Unter dem Motto: „Je stärker DIE LINKE, umso sozialer die anderen Parteien!“ lud die Vogelsberger LINKE am 30.01.2011 zu ihrem Frühschoppen zum Wahlkampfauftakt.

Viele Interessierte, Mitglieder des Kreisverbandes Vogelsberg und auch Angehörige anderer Kreisverbände folgten der Einladung in das Restaurant „Zum Mühlengrund“ in Frischborn.
Dietmar Schnell eröffnete die Veranstaltung mit einer Rede, in der er unter anderem seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, dass DIE LINKE sowohl im Kreis als auch in der Stadt Lauterbach für die Kommunalwahl am 27. März 2011 personell und inhaltlich sehr gut aufgestellt sei.

Weiterhin zeigte er auf, dass die anderen Parteien konzeptions- und mutlos in den Wahlkampf zögen und gezwungenermaßen auf irrelevante Themen auswichen.
DIE LINKE werde dagegen vier Schwerpunkte setzen: Demokratisierung und Bürgerbeteiligung, Soziales, Gesundheitsversorgung und ein vernünftiges, an den Interessen der Menschen ansetzendes Müllkonzept.

Über die Kandidaturen im Kreis und in Lauterbach hinaus sei DIE LINKE auch eine der treibenden Kräfte von Bündnislisten in Alsfeld (ALA) und Schlitz (Bunte Liste Schlitzerland).

Begrüßt wurde Willi van Ooyen, Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE im Hessischen Landtag, sowohl durch Dietmar Schnell, als auch durch Ingo Schwalm, den Vorsitzenden des gastgebenden Ortsverbandes Lauterbach.seiner Gastrede verwies van Ooyen auf die Probleme, die zukünftig mit Einführung der sogenannten Schuldenbremse auf die Kreise und Kommunen zukommen werden. Er forderte auf, am 27. März in der Volksabstimmung mit „NEIN“ zu stimmen.
Der Begriff „Schuldenbremse“ sei völlig irreführend, da das eigentliche Ziel in einem fortwährenden Sozialabbau zu sehen sei. Ferner zeigte er auf, dass gerade in den Zeiten der Finanzkrise des Jahres 2010 das private Vermögen auf ein Rekordhoch von 6,6 Billionen Euro angewachsen sei. Davon gehörten alleine 4 Billionen den reichsten 10 %. Problematisch seien nicht die Ausgaben, sondern die stark verringerten Einnahmen. Das sei vor allem den Steuergeschenken an Hoteliers und Konzerne, sowie der Absenkung des Spitzensteuersatzes zu verdanken.
Einfach gesagt würden durch derartige Maßnahmen die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer.Schwalm leitete sein Grußwort mit dem Sprichwort ein: „Erst durch den Menschen wird der Mensch zum Menschen“. Maßstab jedes verantwortungsvollen politischen Handelns müsse das Wohl der Menschen sein. Kein geringeres Ziel sei die Triebkraft der LINKEN. Schwalm äußerte weiter, er freue sich sehr auf die kommenden Wochen des Wahlkampfes und die damit verbundene politische Auseinandersetzung mit den anderen Parteien.

Schnell betonte abschließend die Notwendigkeit eines Politikwechsels im Kreis. Der werde aber nur mit einer starken LINKEN möglich. Außerdem kündigte er die Bildung eines regionalen Bündnisses gegen die Aufnahme der sogenannten Schuldenbremse in die Hessische Landesverfassung an, das noch im Februar auf Initiative des DGB gegründet werden solle.