Fortbildung von Mitarbeitern der Kommunalen Vermittlungsagentur mit falscher Weichenstellung
Ein Lob der Verwaltungsleitung, die sich für die Fortbildung ihrer Mitarbeiter engagiert, auch wenn das Land Hessen und der europäische Sozialfonds eine solche Initiative finanziell fördern.
Das Ziel der Fortbildung von 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kommunalen Vermittlungsagentur Vogelsberg zum „Vermittlungscoach“ lässt allerdings erschauern, weil hier vor allem die Waffen gegen die Arbeitslosen geschärft wurden, erklärt Michael Riese von der Vogelsberger Kreistagsfraktion der LINKEN.
Die Arbeitsbereitschaft von Langzeitarbeitslosen, die Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II erhalten, wird in der öffentlichen Diskussion immer wieder in Frage gestellt. Daran anknüpfend ging man bei der Fortbildung offenbar davon aus, dass Arbeitslose in der Regel oft nicht hoch motiviert seien (so die Presseberichte zum Ergebnis der Fortbildung).
Statt Betreuung und Beratung zu verbessern trainiert man Methoden, den „Widerstand“ widerspenstiger Langzeitarbeitsloser zu brechen.
Die Mehrheit der Grundsicherungsempfänger ist vor, nach oder während des Leistungsbezugs am Arbeitsmarkt aktiv. Dabei sind sie häufig unterwertig beschäftigt und beziehen oft nur niedrige Stundenlöhne, stellte bereits 2010 eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung fest. sich also zuallererst die Frage, was hat die Kommunale Vermittlungsagentur Vogelsberg den arbeitslosen Menschen anzubieten und wir kann sie diese fördern und wieder vernünftig zu humanen Bedingungen in die Erwerbsarbeit integrieren?
Stattdessen aber heißt es: „Wie kann man den Klienten davon überzeugen, dass es wirklich am Ende an ihm selbst liegt, wenn sich neue Lebenschancen ergeben sollen“. Dies als Fortbildungsleitbild heißt kurzum: arbeitslos - selber schuld.kann es auch so sagen: „“Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.” Westerwelle lässt grüßen, so Riese abschließend








