Es ist nicht zu überhören: auf dem Flugplatz in Wernges werden zur Zeit junge Männer und Frauen der Bundeswehr auf sogenannte militärische Auslandseinsätze vorbereitet.
Während in Bad Salzungen die Trauerfeier für die drei vor einigen Tagen in Afghanistan ums Leben gekommenen deutschen Soldaten begangen wird, üben andere Truppenteile zur gleichen Zeit für ihren Einsatz u.a. in diesem geschundenen Land. Während in 01.07.2009: Umfragen inzwischen fast zwei Drittel der Deutschen für einen sofortigen Abzug unserer Soldaten plädieren und selbst in den Unionsparteien Stimmen laut werden, die eine Exitstrategie, also eine Möglichkeit zum Rückzug, suchen, lassen Merkel, Jung und Steinmeier weitere junge Menschen ausbilden, um sie in diesen sinnlosen Krieg zu schicken.
„Die deutsche Regierung ist offenbar unfähig, die Realität in Afghanistan zur Kenntnis zu nehmen“, so Dietmar Schnell von der Vogelsberger LINKEN. „Dort herrscht Krieg und die Bundeswehr verstrickt sich immer tiefer in diesen Teufelskreis. Die Zahl der Opfer nimmt dramatisch zu, der Widerstand wächst von Woche zu Woche. Schon lange werden die ausländischen Truppen nicht mehr als Befreier, sondern als Besatzer angesehen. Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen, das wird Tag für Tag deutlicher sichtbar. Er droht zudem, alle Ansätze eines zivilen Aufbaus unter sich zu begraben.“
Die geplanten Truppenerhöhungen und der Einsatz immer schwereren Kampfgeräts seien keine Alternative. Sie würden das Leiden der Bevölkerung und die Verluste auf allen Seiten vergrößern, sie würden zu mehr Gewalt, Terror und Opfern führen. Die einzige Alternative werde immer dringender: der schnelle Abzug der Truppen aus Afghanistan








