DIE LINKE. Lauterbach zeigt legendären „direkt“-Film
Am Montag, 18.5., wird im Lichtspielhaus im Steinweg der legendäre „direkt“-Film noch einmal gezeigt. Dazu lädt DIE LINKE. Lauterbach alle Interessierten ganz herzlich ein. Der Eintritt ist frei. Einlass ist ab 19 Uhr.
Die Vorgeschichte: 1971 drehte die DGB-Jugend Lauterbach zusammen mit einem Team der ZDF-Jugendsendung „direkt“ einen Beitrag über die Situation Jugendlicher und Auszubildender in Lauterbach. Die Wogen brandeten nach der Ausstrahlung im Januar 1972 unerwartet hoch. Noch Wochen danach war die örtliche Presse voll mit Artikeln und Leserbriefen. Die Empörung war groß unter den Lauterbacher Bürgern, den Unternehmern und Honoratioren. Viele Jugendliche aber sahen sich bestätigt, die Situation war weitgehend so dargestellt worden, wie sie sie tagtäglich erlebten.
„Ausgegraben“ hat den Film Karlheinz Schopbach, heute Mitglied der LINKEN in Lauterbach und damals einer der Initiatoren des Projektes. Er besorgte eine Kopie auf DVD und die Aufführungsrechte beim ZDF.
Jetzt, bald vierzig Jahre später, soll der Film Anlass sein, darüber zu reden, wie sich die Situation heute darstellt, was sich seither verändert hat, was noch immer geändert werden müsste. Darüber wollen mit den Zuschauern diskutieren: Frank Spieth, MdB, DIE LINKE und Ex-DGB-Kreisvorsitzender, Hubert Barteska, DGB Vogelsberg, Zeitzeuge (und selbst kurz im Bild), ein Vertreter der DGB-Jugend (angefragt) und Mel Zinngrebe, Linksjugend solid Vogelsberg. Dietmar Schnell, DIE LINKE, wird das Gespräch moderieren.
„Der Film wurde unseres Wissens seit 1972 nicht mehr öffentlich aufgeführt. Es gibt ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Musiklehrer Procher und einer Klasse des Gymnasiums (Jahrgang 1959), die das Lauterbacher Lied singen. Überraschend: der heutige Landtagsabgeordnete Kurt Wiegel diskutiert kontrovers mit dem damaligen Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes, vermutlich Wiegels erster TV-Auftritt. Aber auch viele andere Menschen, bekanntere und weniger bekannte aus unserer Region, lassen einen ungeschönten, unverstellten Blick auf jene Zeit zu, als die SPD mit Willy Brandt erstmals den Kanzler stellte und mehr Demokratie wagen wollte“, erläutert Dietmar Schnell die Gründe für die Aufführung.
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