Im März 2008 wurde dem ZAV eine Marktanalyse für die Entsorgung von Siedlungsabfällen im ZAV vorgelegt:
Wesentliche Empfehlung dabei war die Rekommunalisierung der Entsorgung:
Einsparungen in einer Größenordnung von 430.000€ gegenüber den jetzigen Konditionen, was bei den jahrelangen Knebelverträgen aber sicherlich keine Kunst ist.
Schutzmaßnahmen bei einer enormen Konzentration auf dem Entsorgungsmarkt auf einige wenige global operierenden Akteure.
Mehr Transparenz und demokratische Kontrolle: Im Gutachten dazu: „Die Kommunalisierung muss nicht zwingend auf rein
wirtschaftliche Fragen reduziert werden. Ist die Kommunalisierung der in Frage stehenden Dienstleistungen auch vor dem
Hintergrund weiterer Aspekte wie zum Beispiel einer höheren Flexibilität und Dynamik abfallwirtschaftlicher Systeme oder einer
größeren Bürgernähe zu sehen“
Die Losung „Privat vor Staat“ hat sich als trügerisch erwiesen und wird landauf und landab schmerzlich korrigiert. immer mehr Kommunen übernehmen die Durchführung öffentlicher Aufgaben von privaten Unternehmen. Der tatsächlich fehlende Wettbewerb durch das Auftreten der Oligopole spieltdabei eine Rolle.
Die moderne nachhaltige Ausrichtung in der Regionalentwicklung, die man selber steuern kann, ferner aber auch die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards und nicht zu vergessen die arbeitsmarktpolitischen Impulse sprechen klar für eine Rekommunalisierung.
Zunächst waren Vorstand und HFA einhellig begeistert, die Entsorgung in die eignen Hände zu nehmen, bis CDU und FDP offenbar Angebote der Entsorgungsbranche erhielten und auf Ausschreibung umschwenkten. Die SPD schlappt treu diesem unsinnigen Schwenk hinterher.
Noch besteht ja eine geringe Chance, dass der ZAV zum Zuge kommt. Konsequent wäre aber der Verzicht auf eine Ausschreibungsprozedur und die Kommunalisierung. Viel wertvolle Zeit und das Geld der Bürger ist schon wieder vertan worden.
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