12.06.2009: Unsozial, chaotisch und teuer.
Das neue Abfallentsorgungskonzept von CDU und SPD im Vogelsberger Abfallzweckverband ist unsozial, chaotisch und teuer, so Michael Riese von der Vogelsberger LINKEN.
Vor einiger Zeit noch war man beim Vogelsberger Abfallzweckverband einig, dass eine Rekommunalisierung der Abfallentsorgung wirtschaftlicher als bisher betrieben werden kann und zukunftsweisende Konzepte auch besser umgesetzt werden könnten, als wenn Private weiterhin den Vogelsberger Abfall transportieren und verarbeiten.
Diese Einsicht wurde schnell untergraben, als CDU und FDP dann mit der Forderung nach einer erneuten Ausschreibung auf den Plan traten und auch meinten, schon über ausgesprochen preiswerte Angebote unterrichtet zu sein; ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Nachdem auch die SPD den Weg der Rekommunalisierung verlassen hatte, haben wir jetzt den Salat, so Riese. Weil die Angebote der Privaten zunächst 20% niedriger liegen, als wenn der ZAV es selber machen würde, wurden jetzt Verträge mit diversen Privaten abgeschlossen. Nun sind so viele Firmen an der Vogelsberger Abfallentsorgung partiell beteiligt, dass das logistische Chaos vorprogrammiert ist, was auf mittlere Sicht erhebliche Kosten verursachen wird.
Die Biotonne wird nun aus vorgeblichen Kostengründen nicht flächendeckend eingeführt, was Sinn aber Sinn gemacht hätte, vor allem, wenn es mit anderen Biomasse-Projekten im Kreis gekoppelt worden wäre, vielmehr wird die Biotonne dort, wo der ZAV sie bisher wirtschaftlich betreibt (z.B. Alsfeld und Lauterbach) auch eingestellt.
Die versprochene Senkung der Müllgebühren wird es für die Vogelsberger nicht geben, stattdessen werden die Müllgebühren durch die Umstellung auf Mindesttonnengrößen und die Berechnung einer Grundgebühr nach Köpfen im Haushalt für viele steigen. Wer also sehr wenig Abfall hat wird zur Kasse gebeten und wer viele Kinder hat auch.
Ulrich Künz Sprecher der CDU-Gruppe im ZAV würdigte das vorliegende Konzept des ZAV-Vorstandes als zukunftweisend, wirtschaftlich und ökologisch. Das genaue Gegenteil ist aber der Fall, so Riese abschließend.







